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Keine Panik vor dem Schulschluss

Wieder einmal ist es soweit - die Sommerferien stehen vor der Tür. Das ist für viele ein Grund sich zu freuen, aber leider nicht für alle. Manche Schüler fürchten sich vor einer schlechten Note oder sogar dem Fünfer im Zeugnis.

Junge schaut ängstlich. Nicht genügend Schriftzug. (getty images)

Nicht den Mut verlieren

Schlechte Schulnoten sind noch lange kein Grund, den Mut zu verlieren. Schulerfolg ist wichtig, aber nicht alles im Leben. Negative Noten bedeuten keinen Weltuntergang, denn sie sagen nichts über den Wert eines Menschen aus, sondern lediglich über seine Leistungen in einzelnen Gegenständen. Auch bei einem negativen Zeugnis: Es gibt immer einen Ausweg - zumeist sogar mehrere. Oft ist eine Situation gar nicht so ausweglos wie sie scheint.

Gib deinen Eltern rechtzeitig Bescheid

Viele Eltern reagieren oft viel gelassener und verständnisvoller als befürchtet.
Man sollte aber unbedingt bedenken, ihnen rechtzeitig Bescheid zu sagen und nicht bis zur letzten Sekunde zu warten. Jetzt hast du noch die Möglichkeit im Vorfeld mit ihnen zu sprechen.

Tipps für ein Gespräch mit deinen Eltern
Wenn du Angst vor ihrer Reaktion hast, und sie noch nichts wissen, dann überleg dir zuerst, mit wem von beiden du besser sprechen kannst.

Es wäre günstig, wenn du nicht einfach sagst, dass du ein schlechtes Zeugnis haben wirst, sondern wenn du dir schon vorher Gedanken darüber machst, wie es dazu gekommen ist und noch wichtiger, was du alles unternehmen willst, um deine Noten im nächsten Jahr auszubessern. Du könntest z.B. auch vorher mit deinen Lehrern sprechen, um zu erfahren, wo genau deine Schwächen liegen und wie du dich verbessern kannst.
Das hat den großen Vorteil, dass du deinen Eltern schon etwas anbieten kannst und sie dadurch merken, dass du dir selber Gedanken gemacht hast.

Du könntest dich aber auch an einen Erwachsenen wenden, zu dem du Vertrauen hast und ihn um Unterstützung bitten, wenn du deinen Eltern von der schlechten Note oder dem schlechten Zeugnis berichten willst. Vielleicht findet sich ein guter Freund oder eine Freundin, um dir beizustehen.

Wenn deine Eltern bis jetzt noch nichts von deinen Schulschwierigkeiten mitbekommen haben, dann versuche ihnen ehrlich zu erklären, warum du ihnen erst jetzt davon erzählst. So gibst du ihnen die Möglichkeit deine Entscheidung nachzuvollziehen.

Du kannst deine Eltern auch bitten, dich im nächsten Schuljahr zu unterstützen. Überlege allerdings wie sie dir unter die Arme greifen könnten und mache ihnen konkrete Vorschläge. So zeigst du ihnen auch, wie ernst du es meinst, dich im nächsten Jahr verbessern zu wollen.

Nur keine Panik!

Nicht selten kommt es zu Panikreaktionen – Vielleicht spielst du mit dem Gedanken von zu Hause wegzulaufen, aus lauter Angst vor der Reaktion deiner Eltern, vor allem wenn die Beurteilungen negativ sind. Doch das ist keine Lösung: im Gegenteil, du schaffst dir damit nur noch weitere Probleme.
Gerade in solchen Fällen ist es besonders wichtig, sich beraten zu lassen. Denn es gibt viele Möglichkeiten, einen Ausweg zu finden.
Wichtig ist, sich in schwierigen Situationen helfen zu lassen:
In jedem Bundesland stehen schulpsychologische Beratungsstellen zur Verfügung - und auch wir sind immer für dich da - rund um die Uhr - auch in den Ferien!

Wenn du noch Fragen hast – ruf‘ an: 147- Rat auf Draht, österreichweit, anonym und ohne Vorwahl kostenlos aus ganz Österreich.

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